02 – Die Schnellen werden die Langsamen besiegen

In der traditionellen Betriebswirtschaft ist Geschwindigkeit das A und O. Richtig ist, dass sich die Geschwindigkeit in den Wirtschaftsprozessen erheblich erhöht hat. Der Evolutions- manager hat die Aufgabe, die für das Unternehmen in einer bestimmten Phase angemessene Geschwindigkeit herauszufinden. Dies kann bedeuten, dass die Geschwindigkeit erhöht werden muss, weil sich das Unternehmen z. B. in einer heißen Konkurrenzsituation befindet. Es kann aber auch bedeuten, die Geschwindigkeit zu reduzieren, weil die Zeit für bestimmte Produkte oder Prozesse noch nicht reif genug ist.

Die Konzepte zur Einführung von Gruppenarbeit in der Industrie waren schon in den 70er Jahren weit entwickelt. Es brauchte aber die Krise der deutschen Automobilindustrie Anfang der 90er Jahre, bis sie dann wirklich eingeführt wurden. Bei der Produktausbringung gibt es verschiedene Strategien, die erfolgreich sein können. Das Produkt kann sehr schnell auf den Markt gebracht werden und besetzt damit als Erster eine neue Nische. Es kann aber auch sinnvoll sein, andere die Pionierarbeit machen zu lassen und dann später (langsamer) mit einem besseren Produkt breite Marktanteile zu holen. Volkswagen hat dies durchaus erfolgreich beim Minivan Touran und beim Geländewagen Touareg praktiziert. Auch hier gilt, dass für den Evolutionsmanager die Gestaltung der Geschwindigkeit ein wesentliches Element ist, um den Rhythmus der Organisation zu beeinflussen. Erfahrene Manager fragen sich nicht nur, wie sie die Organisation fordern können, sondern achten auch darauf, sie nicht zu überfordern. Eine Organisation braucht den Geschwindigkeitswechsel, um Höchstform zu erreichen. Wenn eine Organisation ständig auf Höchstgeschwindigkeit läuft, führt das zu Ineffizienzen.
Eine hohe Geschwindigkeit sagt auch gar nichts darüber aus, wie schnell ein Unternehmen vorwärts kommt. Es gibt genügend Beispiele von Unternehmen, die ein sehr hohes, fast hektisches Arbeitstempo haben, die Prozesse selbst laufen aber sehr langsam ab. Und wenn das Unternehmen mit Hochgeschwindigkeit in die falsche Richtung fährt, so schadet das ebenso.

Für das Unternehmen kommt es darauf an, die für die jeweilige Situation richtige Geschwindigkeit zu fahren. Das kann bedeuten, dass ich als Manager die Geschwindigkeit erhöhen oder aber auch verlangsamen muss.

Posted in: Zehn “Managementweisheiten”, die der Evolutionsmanager anders sieht:

Evolutionsmanagement hilft mir bei der strategischen Ausrichtung meines Bereiches. Dadurch können langfristig wirksame Ergebnisse erarbeitet werden.

 

(Dr. Heinrich Esser,

ehem. Geschäftsführer und President der Professional Systems Division der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG)

H Esser

Auch um Krisen zu meistern stellt Otto eine Parallele zur Natur her.

 

(FOCUS Magazin)

FOCUS Magazin

Dass Dr. Klaus-Stephan Otto und sein Team diese Thematiken mit dem Evolutionsmanagement aufnehmen finde ich sehr hilfreich. Meiner Meinung nach würde es vielen Managern gut tun, sich stärker mit den Prinzipien der Natur zu beschäftigen. Da kann man vieles lernen, gerade was langfristigen Erfolg angeht.

 

(Prof. Dr. Claus Hipp)

Hipp

Organisationen müssen von innen wachsen und ihren Energiehaushalt mit der Umwelt in Einklang bringen. Evolutionsmanagement zeigt, wie ohne Sozialdarwinismus ein hoher Grad an Selbstorganisation gefördert wird.

 

(Dietmar Hexel, ehem. Mitglied des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes)

D Hexel

Otto regt […] tatsächlich neue Ideen an, die in den üblichen Wirtschaftsratgebern nicht zu finden sind.

 

(Welt Online)

Welt Online
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